Schule ohne Wände: Der Beginn einer neuen Saison

Im Reimer Center herrschte wieder eine besondere Atmosphäre – eine neue Saison der „Schule ohne Wände“ hat begonnen. Dieses Mal kamen rund zwanzig junge Menschen zur ersten Begegnung zusammen, die in ihrem Glauben, ihrem Dienst und im Verständnis von Gottes Berufung wachsen möchten. Für viele war es nicht nur eine weitere Unterrichtsstunde oder ein Club, sondern ein Raum, in dem man Antworten auf tiefgehende Fragen finden, Zweifel teilen und neue Inspiration schöpfen kann.

Das Treffen begann mit einer herzlichen Zeit des Kennenlernens. Die Teilnehmer stellten sich vor, erzählten ihre Geschichten und teilten ihre Erwartungen an die neue Saison. Man spürte, dass jeder nicht zufällig gekommen war – in jedem Herzen lebte die Hoffnung auf geistliche Erneuerung. Nach einer kurzen Einführung begann die Hauptsession, die dem Thema Berufung gewidmet war – einem Thema, das für junge Menschen heute besonders aktuell ist.

Viele der Anwesenden stehen erst am Anfang ihres Dienstes für Gott, und die Frage „Wie kann ich seinen Ruf hören?“ ist oft eine Herausforderung. Die Teilnehmer hörten zu, dachten nach und diskutierten, wie man erkennen kann, wohin Gott jeden Einzelnen führt und was es bedeutet, ihm in den kleinen Dingen des Alltags treu zu bleiben. Der Lehrer sprach darüber, dass Berufung nicht nur ein Beruf oder eine Aufgabe in der Kirche ist, sondern in erster Linie ein Zustand des Herzens – die Bereitschaft, Gott „Ja“ zu sagen, auch wenn der Weg unklar erscheint.

Während der Einheit beschäftigte sich die Gruppe mit der Geschichte von Josef aus dem 1. Buch Mose – einem Mann, der Verrat, Ungerechtigkeit und Jahre des Wartens ertragen musste, bevor sich seine Berufung erfüllte. Durch Josefs Beispiel erkannten die Teilnehmer, dass Gottes Pläne nicht immer leicht, aber immer gut sind. Josef gab nicht auf, blieb treu, und gerade durch die Prüfungen wurde er bereit für die Rolle, die Gott für ihn vorbereitet hatte.

Diese Geschichte berührte die Herzen vieler Zuhörer. Einige erkannten sich in der Zeit des Wartens wieder, andere im Kampf mit Zweifeln, und manche verstanden zum ersten Mal, dass Berufung sich auch im einfachen Dienst an anderen zeigen kann. Nach der Diskussion teilten die jungen Menschen ihre Gedanken, beteten füreinander und dankten Gott für die Erinnerung, dass jeder einen einzigartigen Platz in seinem Plan hat.

Heute entsteht im Reimer Center eine neue Generation von Leitern – junge Männer und Frauen, die sich aktiv in Kinder-, Jugend- und Musikdiensten engagieren. Für viele wurde die „Schule ohne Wände“ zu einem Ort, an dem sie nicht nur lernen, sondern auch geistlich wachsen und zu Persönlichkeiten reifen, die bereit sind, andere zu prägen.

Das Treffen endete in einer warmen Atmosphäre des gemeinsamen Gebets, der Dankbarkeit und Freude. Die Jugendlichen verließen das Zentrum mit neuen Gedanken, Inspiration und dem Wunsch, Gottes Willen in ihrem Leben zu suchen. Die neue Saison hat gerade erst begonnen, doch schon jetzt ist klar – es warten viele tiefgehende Erkenntnisse, Veränderungen und Momente, in denen Gott durch junge Menschen wirkt, die bereit sind, ihm mit ihrem Leben zu antworten.

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