


Im Reimer Center fand ein Treffen der Schule ohne Mauern statt — ein Programm, das auf die Vorbereitung und geistliche Formung junger christlicher Leiter ausgerichtet ist. Dieses Mal kam nur eine kleine Gruppe zusammen, doch gerade das schuf eine besondere Atmosphäre der Konzentration, Offenheit und tiefen Besinnung. Das Thema des Treffens — „Hingabe an Gott im Dienst“ — erforderte aufmerksames inneres Zuhören und Ehrlichkeit vor sich selbst.
In einer Zeit, in der der Krieg immer wieder von sich hören lässt, in der der Strom in der Stadt häufig abgeschaltet wird und in der die Menschen in Spannung und Ungewissheit leben, bekommt die Frage nach Hingabe eine besondere Bedeutung. Hingabe ist immer eine Entscheidung — darüber, was im Herzen bleibt, wenn alles um einen herum unsicher und zerbrechlich wirkt.
Die Leiter saßen im Kreis; einige hielten eine Bibel in den Händen, andere ein Notizbuch. Im Raum herrschten Offenheit, Vertrauen und jene Stille, in der man nicht nur Worte, sondern auch die eigene innere Stimme besser hört.
Obwohl nur wenige kamen, waren es Menschen, die Gott wirklich dienen. Junge Männer und Frauen, die mitten in schweren Prüfungen weder zurückgewichen noch aufgegeben haben. Einige engagieren sich als Freiwillige in der Stadt, andere dienen Kindern und Jugendlichen, wieder andere lehren die Bibel oder unterstützen Familien, die in der Nähe der Frontlinie leben.
Es sind nicht viele — aber sie sind echt. Treu. Ein Feuer, das leise, aber hell brennt.
Während des Treffens sprach man darüber, dass Hingabe nicht durch Zahlen gemessen wird, sondern durch Herzen, die nicht aufgeben. Manchmal sammelt Gott nicht die Menge, sondern genau jene, die bereit sind, weiterzugehen — die Licht in der Dunkelheit des Krieges sein wollen. An diesem Tag saßen genau solche Menschen im Reimer Center.
Saporischschja bleibt trotz Gefahr und Nähe zur Frontlinie erfüllt von treuen Nachfolgern Jesu Christi. Hier — in einer Stadt, in der der Strom oft abgeschaltet wird und Sirenen zum Hintergrund des Alltags geworden sind — bildet sich ein geistliches Zentrum. Menschen, die Sein Werk fortsetzen: gemeinsam lernen, einander unterstützen, beten, ihre Lasten teilen und denen dienen, die Hilfe brauchen.




