




Im Reimer Center fand ein weiterer Workshop für Jungen in der Holzwerkstatt statt — ein Ort, an dem Holz in den Händen der Kinder zum Leben erwacht und einfache Materialien sich in etwas Bedeutungsvolles verwandeln. Dieses Mal arbeiteten die Jungen an besonderen Gegenständen — hölzernen Kreuzen, die sie an Jesus Christus erinnern sollen. Denn das Kreuz ist nicht nur ein Symbol, sondern ein Zeichen von Liebe, Opfer und Hoffnung, das im Zentrum des Christentums steht.
Schon in den ersten Minuten war klar: Die Arbeit würde nicht einfach sein. Die Werkzeuge, die die Jungen benutzten, erforderten Aufmerksamkeit und Vorsicht. Sägen, Bohrer, Schleifmaschinen — all das brachte sowohl Begeisterung als auch Verantwortung mit sich. Deshalb waren die Leiter bei jedem Schritt dabei, beobachteten den Prozess aufmerksam und halfen, gefährliche Situationen zu vermeiden. Ihre Wachsamkeit war der Schlüssel zur Sicherheit und zugleich ein Beispiel für Fürsorge und Mentoring.
Die Jungen arbeiteten konzentriert, manchmal den Atem anhaltend. Für viele war es ein neues Schwierigkeitsniveau: Es ging nicht nur darum, eine Form auszuschneiden, sondern dies sorgfältig, gleichmäßig und mit Respekt vor der Bedeutung des Werkstücks zu tun. Jede Bewegung war wichtig. Jeder Fehler konnte die Arbeit ruinieren, lehrte aber gleichzeitig Geduld und Ausdauer.
Eine besondere Atmosphäre entstand durch das Bewusstsein, dass sie nicht einfach ein Produkt herstellten, sondern etwas zutiefst Symbolisches. Einige fragten leise nach der Bedeutung des Kreuzes, andere teilten ihre Gedanken. Es war nicht nur ein Workshop, sondern auch ein Raum für Gespräche über den Glauben, über Jesus Christus und darüber, was es bedeutet, dieses Symbol im Herzen zu tragen.
Parallel dazu fand in einem anderen Raum ein weiterer kreativer Workshop für Mädchen statt. Sie bemalten Socken und verwandelten gewöhnliche Dinge in helle und einzigartige Produkte. Jedes Paar spiegelte die Fantasie, die Stimmung und die innere Welt der Mädchen wider. Auch hier herrschte eine Atmosphäre von Freude, Gemeinschaft und Unterstützung, in der Kreativität half, sich zu öffnen und auszudrücken.
Mit jeder neuen Einheit steigt der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben, die die Leiter stellen. Gleichzeitig wachsen auch die Kinder selbst — in ihren Fähigkeiten, in ihrer Verantwortung und in ihrem Selbstvertrauen. Und genau in diesem Prozess entsteht echte Freude. Die Jungen sehen das Ergebnis ihrer Arbeit, die Mädchen das Ergebnis ihrer Kreativität, und die Leiter sehen ihre Entwicklung.
Am Ende des Workshops hielt jeder das Ergebnis seiner Arbeit in den Händen. Die Jungen hatten hölzerne Kreuze — vielleicht nicht perfekt, aber mit eigenen Händen gefertigt. Die Mädchen hatten bemalte Socken voller Farbe und Inspiration. Und darin lag ein besonderer Wert. Denn durch diese Materialien berührten die Kinder etwas viel Größeres — Glauben, Kreativität und Liebe, die durch Handlung, Arbeit und ein lebendiges Vorbild entstehen.


