Eröffnung des Kinderclubs

Es ist bereits ein Monat vergangen, seit die Schüler wieder mit dem Unterricht begonnen haben. Obwohl Saporischschja nur 30 Kilometer von der Front entfernt liegt, sind die Kinder in die Klassenzimmer zurückgekehrt, die in den Schulschutzräumen eingerichtet wurden, und freuen sich, nach Jahren des Online-Lernens endlich ihre Klassenkameraden von Angesicht zu Angesicht zu sehen.

Anfang Oktober war es auch im Reimer Center Zeit für die Eröffnung des christlichen Kinderclubs, der gemeinsam mit der örtlichen Kirche Licht des Lebens und dem Netzwerk der Clubs Zukunft organisiert wird. Nach dem Unterricht und den Hausaufgaben verbringen die Kinder hier ihre Freizeit mit Freunden.

Die Kinder kommen zusammen, um zu spielen, zu reden, zu lernen und Gottes Wahrheiten zu entdecken. Die Eröffnung des Clubs wurde zu einem wahren Fest. Nach der Begrüßung und den Spielen hörten die Kinder eine kurze Botschaft von Pastor Maksym über die Bedeutung guter Taten. Er betonte, dass selbst die Kleinsten Großes tun können – anderen helfen und freundlich sein. „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ Eine wunderbare Erinnerung – besonders in Zeiten, in denen wir einander so sehr brauchen, um die Herausforderungen zu meistern.

Danach folgte ein kulinarischer Workshop – das gemeinsame Zubereiten von Warenyky. Diese traditionelle ukrainische Speise steht für Wärme, Heimat und Kindheit. Traditionell wird sie von der ganzen Familie gemeinsam gemacht – eine Zeit des Zusammenseins, des Gesprächs und des Lachens. Für die Kinder, von denen die Hälfte aufgrund des Krieges ein anderes Zuhause nennt, war dieser Workshop etwas ganz Besonderes. Jeder half mit: einige formten die Teigtaschen, andere reichten Teig oder Füllung, wieder andere stachen die Teigkreise aus. Die Atmosphäre war so familiär, dass die Kinder mit den Formen experimentierten, lachten und sich sogar gegenseitig mit Mehl bewarfen. Kleine Mädchen malten den Leitern mit Mehl Gesichter und lachten herzhaft über das Ergebnis.
„Ich habe den Kindern an meinem Tisch gezeigt, wie man die Ränder schön umklappt!“ – erzählt Ksusha stolz, dass sie ihre Fertigkeit weitergeben konnte.

Während die Warenyky kochten, sangen die Kinder Lieder, nahmen an Wettspielen teil und spielten Bewegungsspiele. Der Nachmittag endete mit einem gemeinsamen Essen – alle probierten ihre selbstgemachten Warenyky, und der Raum war erfüllt von Lachen und lebhafter Unterhaltung. „Ich mag sie lieber mit Sauerrahm!“ – „Habt ihr sie schon mal mit Ketchup probiert?“ – so tauschten die Kinder begeistert ihre Vorlieben aus.

Vor ihnen liegt noch eine ganze Saison voller Treffen, Spiele, Lieder, Workshops und ehrlicher Gespräche. Das Team plant, den Kinderclub wöchentlich zu veranstalten, damit die Kinder nicht nur nach der Schule entspannen, sondern auch Neues lernen, die Bibel entdecken und spüren können, dass sie nicht allein sind.

„Unser Ziel ist es nicht nur, eine schöne Freizeit zu gestalten“, erzählt Olga, eine der Leiterinnen des Dienstes, „sondern einen Ort zu schaffen, an dem Kinder Liebe erfahren. Wo sie Gott kennenlernen und verstehen können, wie wertvoll sie für ihn sind.“
Die Verkündigung des Evangeliums bleibt das Hauptziel dieser Treffen. Als Teil dieser Gemeinschaft können die Kinder sehen, dass es einen anderen Weg gibt – mit Gott. Und eines Tages werden sie selbst entscheiden können, ob sie Christus folgen oder so leben wollen wie die Welt um sie herum. Doch sie zu lehren – das ist die Verantwortung der Christen.

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