Englisch mit einem Lächeln: Ein Jahr der ersten Schritte

Seit einem Jahr treffen sich die jüngsten Schulkinder im Reimer Center, um gemeinsam Englisch zu lernen. Jede Woche kommen sie mit Freude zum Unterricht, um ihre Freunde zu treffen, zu spielen und etwas Neues zu entdecken.

Olga, die Lehrerin der Gruppe, spricht mit großer Wärme über ihre Schüler. Sie betont, dass die Kinder in diesem Jahr stark gewachsen sind: Sie sind aufmerksamer, neugieriger und offener fürs Lernen geworden. Und vor allem – ihre Englischkenntnisse haben sich wirklich verbessert. Sie erkennen Buchstaben sicherer, bilden Wörter und versuchen, einfache Texte zu lesen. Diese ersten Schritte sind sehr wichtig, denn sie legen die Grundlage für das weitere Sprachenlernen.

„Für mich ist es wichtig, nicht nur zu unterrichten“, erzählt Olga, „sondern zu zeigen, dass Englischlernen nicht nur nützlich, sondern auch spannend und unterhaltsam sein kann. Ich möchte sie inspirieren, sich weiterzuentwickeln und Freude am Lernen zu haben.“

Der Unterricht basiert auf Spiel und Interaktion. Bewegungsspiele, Wortspiele, spannende Übungen mit einem Hauch von Wettbewerb – all das hilft den Kindern, die Sprache auf natürliche Weise zu verinnerlichen. Besonders gerne lernen sie Reime mit neuen Vokabeln – das trainiert nicht nur das Gedächtnis, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen beim Sprechen. Sie lernen die Verse zu Hause mit ihren Eltern und tragen sie dann im Unterricht vor. Nachdem die siebenjährige Uljana einen langen Reim fehlerfrei auswendig vorgetragen hatte, erzählte ihre Mutter, dass sie ihr einfach den Text gegeben habe und Uljana ihn selbstständig gelernt habe. Kinder können sehr zielstrebig sein, wenn sie motiviert sind.

„Darf ich weiterhin kommen? Mir hat das Lernen gefallen“, fragte Galja nach ihrer ersten Stunde, zu der sie von einer Freundin eingeladen worden war. „Ich kann nicht so gut Englisch, also haben meine Mama und ich beschlossen, dass ich anfangen sollte zu lernen.“

Diese einfachen, ehrlichen Worte zeigen Vertrauen. Sie zeigen, dass das Reimer Center für viele Kinder nicht nur ein Ort des Lernens ist, sondern ein Raum, in dem sie angenommen, unterstützt und zum Wachsen ermutigt werden. Selbst in einer Stadt nahe der Front, selbst in unruhigen Zeiten – hier hört man Kinderlachen und neue englische Wörter.

Viele der Kinder, die den Englischklub besuchen, nehmen auch am Kinderclub des Zentrums teil. Ein weiterer Raum, in dem sie spielen, biblische Geschichten hören, singen und einfach Kinder sein können.

Denn das Wichtigste, was ihnen hier geschenkt wird, ist nicht nur Wissen – sondern ein Gefühl der Zugehörigkeit. Hier werden sie erwartet. Und das verändert mehr als jedes Schulbuch je könnte.

Nach oben scrollen