


Im gemütlichen Raum des Reimer Centers, zwischen Kinderlachen, lebhaften Spielen und ehrlichen Gesprächen, gibt es einen Jungen, dessen Name allen Leitern und Teilnehmenden gut bekannt ist — Wlad. Er ist längst kein Gast mehr, sondern ein Teil der Clubfamilie. Sein Lächeln, sein aufmerksamer Blick und seine Energie ziehen immer Aufmerksamkeit auf sich. Wlad ist einer dieser Kinder, die sich mit echtem Herzen an allem beteiligen. Seine Neugier, Offenheit für Neues und der Wunsch, tiefere Dinge zu verstehen, machen ihn besonders.
Wlad liebt Geschichten — vor allem jene, die zum Nachdenken anregen und den Blick über das Offensichtliche hinaus öffnen. Er liest regelmäßig die Kinderbibel. Für ihn ist sie nicht einfach ein religiöses Buch, sondern eine Quelle spannender Erzählungen, unerwarteter Wendungen und tiefer Wahrheiten. Das Lesen der Bibel ist für ihn ein Teil der Entdeckungsreise — der Welt, Gottes und seiner selbst. Es interessiert ihn, wie die Menschen früher handelten, wie Gott auf ihr Verhalten reagierte und was er daraus für sein eigenes Leben lernen kann.
Besonders beeindruckt hat ihn die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Diese biblische Erzählung wurde für ihn zu einer echten Entdeckung. „Gott hat einfach die Sprache geändert — und alles hörte auf! Sie konnten sich nicht mehr verständigen!“, erzählt Wlad voller Staunen. Für ihn ist das nicht nur eine märchenhafte Geschichte, sondern Ausdruck göttlicher Weisheit: Wie eine einzige Handlung den Lauf der Geschichte ändern kann. Diese Geschichte ließ ihn darüber nachdenken, wie Stolz und Selbstüberschätzung das Miteinander erschweren — und wie Gott alles wieder an seinen Platz bringen kann.
Doch das Wichtigste in Wlads Leben ist die Freundschaft. Sein bester Freund ist Tymofii. Sie sind immer zusammen — kommen zu zweit, sitzen nebeneinander, spielen als Team und ermutigen einander. Ihre Freundschaft ist keine Gewohnheit — sie ist etwas Tieferes. Wlad spricht oft davon, wie wichtig es ist, jemanden an seiner Seite zu haben — jemanden, der hilft, unterstützt, nicht über Fehler lacht, sondern einem aufhilft. „Wenn ich beim Spielen falle, ist Tymofii immer der Erste, der mir aufhilft. Ich will auch so ein Freund sein. Wenn jemand fällt — möchte ich derjenige sein, der ihn aufrichtet“, sagt Wlad mit einer Ernsthaftigkeit, die berührt.
Für ihn ist der Club nicht nur ein Ort zum Spielen. Es ist ein Raum, in dem er wichtige Dinge lernt: zuzuhören, mitzufühlen, zu unterstützen und gemeinsam mit anderen zu wachsen. Wlad sagt, dass er hier zum ersten Mal verstanden hat, was es heißt, als Team zu handeln. „Wenn man nicht allein spielt, sondern zusammen“, erklärt er, „lernt man, zu vertrauen, Hilfe anzunehmen und selbst zu helfen. Das ist ganz anders, als allein zu gewinnen.“
Das Team des Reimer Centers schätzt Kinder wie Wlad sehr. Sein offenes Herz, sein Interesse an Gottes Wort, seine ehrlichen Freundschaften und sein Wunsch zu wachsen — das alles inspiriert sowohl Erwachsene als auch Jüngere. In ihm erkennt man den Anfang von etwas Großem. Vielleicht formt Gott schon jetzt in ihm das Herz eines wahren Freundes, eines Leiters und eines Menschen, der andere sieht und seine Hand reicht.
Denn große Dinge beginnen oft im Kleinen. Und im Herzen eines Jungen namens Wlad brennt bereits ein Licht — ein Licht, das auch andere sehen können.




